Harrison entwickelt präzise Marinechronometer
⌖ England
John Harrison entwickelte eine Reihe hochpräziser Zeitmesser zur Lösung des Problems der Längengradbestimmung auf See.
DIESE EPOCHE
Serienfertigung, Präzisionsinstrumente und industrielle Uhrmacherei verändern die Branche.
CHRONOLOGIE
Bewege dich durch die Geschichte und entdecke die Ereignisse dieser Epoche.
⌖ England
John Harrison entwickelte eine Reihe hochpräziser Zeitmesser zur Lösung des Problems der Längengradbestimmung auf See.
⌖ England
Mit H3 arbeitete Harrison weiter an einer präzisen und seetauglichen Zeitmessung.
⌖ Europa und USA
Die industrielle Fertigung führte zu standardisierten Bauteilen, neuen Produktionsmethoden und einer zunehmenden Massenproduktion von Uhren.
⌖ Schweiz
Die Schweizer Ankerhemmung setzte sich als robuste und präzise Konstruktion in zahlreichen mechanischen Uhrwerken durch.
⌖ Paris
Abraham-Louis Breguet erhielt ein Patent für seine Tourbillon-Konstruktion.
⌖ Plymouth, Connecticut
Standardisierte Fertigung trug dazu bei, mechanische Uhren in größeren Stückzahlen herzustellen.
⌖ Großbritannien
Eisenbahnen förderten die Vereinheitlichung der Uhrzeit und die Verwendung von Greenwich Mean Time.
⌖ Schottland
Alexander Bain entwickelte ein frühes Konzept einer elektrisch betriebenen Uhr.
⌖ Washington, D.C.
Die Konferenz legte Greenwich als internationalen Nullmeridian fest.
ERFINDUNGEN
Erfinder: Verschiedene Chronometermacher
Temperaturänderungen verändern die Elastizität von Federn und die Abmessungen von Unruhkomponenten. Bimetallische Unruhen und andere Kompensationssysteme sollten diesen Einfluss ausgleichen.
Temperaturkompensation war entscheidend für die Präzision von Marinechronometern.
1715Erfinder: George Graham
Die Graham-Hemmung reduziert den Rückstoß und ermöglicht einen besonders ruhigen Lauf präziser Pendeluhren.
Sie wurde zu einer der wichtigsten Präzisionshemmungen für hochwertige Pendeluhren des 18. und 19. Jahrhunderts.
18. JahrhundertErfinder: John Harrison
Hochpräzise mechanische Zeitmesser für die Navigation auf See und die Bestimmung des Längengrads.
Das Marinechronometer machte präzise Zeitmessung zu einem entscheidenden Bestandteil der Navigation.
1750er JahreErfinder: Thomas Mudge
Die freie Ankerhemmung trennt die regulierende Schwingung der Unruh weitgehend von der direkten Antriebswirkung der Hemmung.
Mudges Konstruktion beeinflusste die Entwicklung der später dominierenden Schweizer Ankerhemmung.
19. JahrhundertErfinder: Verschiedene Schweizer Uhrmacher
Die Schweizer Ankerhemmung koppelt die Unruh über einen Anker und zwei Paletten an das Hemmrad.
Sie wurde zur dominierenden Hemmung mechanischer Armband- und Taschenuhren und ist bis heute weit verbreitet.
19. JahrhundertEine Uhr mit zusätzlicher Funktion zur Messung und Anzeige von Zeitintervallen.
Der Chronograph wurde zu einer der wichtigsten Funktionen moderner mechanischer Armbanduhren.
1801Erfinder: Abraham-Louis Breguet
Beim Tourbillon sitzen Unruh und Hemmung in einem rotierenden Käfig, um lagebedingte Gangabweichungen durch die Schwerkraft auszugleichen.
Breguet patentierte den Regulator 1801; er wurde zu einer der bekanntesten Komplikationen der Haute Horlogerie.
1801Erfinder: Abraham-Louis Breguet
Eine Konstruktion, bei der das Regelsystem in einem rotierenden Käfig angeordnet wird.
Das Tourbillon wurde zu einer der bekanntesten Komplikationen der hochwertigen mechanischen Uhrmacherei.
1842Erfinder: Adrien Philippe
Der pendantartige Aufzug über Krone machte das Aufziehen und Stellen einer Uhr ohne separaten Schlüssel möglich.
Die Kronenaufzugskonstruktion wurde zum Standard moderner tragbarer Uhren.
1920er JahreErfinder: John Harwood und weitere Entwickler
Ein bewegliches Gewicht nutzt die Bewegung des Trägers, um die Zugfeder einer mechanischen Uhr aufzuziehen.
Der automatische Aufzug machte regelmäßiges manuelles Aufziehen bei vielen Armbanduhren überflüssig.
TECHNOLOGIE
Die Ankerhemmung wurde zu einer wichtigen Hemmung für präzisere mechanische Uhren.
Funktionsweise: Ein Anker greift abwechselnd in die Zähne des Hemmungsrades ein und gibt dem Räderwerk in kontrollierten Schritten frei.
Die Ankerhemmung ermöglichte höhere Genauigkeit und wurde für viele spätere mechanische Uhrwerke grundlegend.
MechanikDer Anker kontrolliert das Ankerrad und überträgt nur kurze Impulse.
Funktionsweise: Geringe Reibung verbessert den Gang.
Wichtiger Schritt moderner mechanischer Werke.
PräzisionsmechanikSpezielle Hemmungen reduzieren den Einfluss von Reibung und Lageänderung.
Funktionsweise: Der Regulator erhält möglichst konstante Impulse.
Wichtig für Marinechronometer.
PräzisionUnterschiedliche Wärmeausdehnung zweier Metalle wird gezielt genutzt.
Funktionsweise: Ein Kompensationsmechanismus verändert die wirksame Länge oder Trägheit des Regulators.
Reduziert temperaturbedingte Gangfehler.
HemmungDie Schweizer Ankerhemmung wurde zu einer besonders verbreiteten Bauform der mechanischen Uhrenhemmung.
Funktionsweise: Anker und Hemmungsrad übertragen die Energie des Räderwerks in kontrollierten Impulsen auf die Unruh.
Sie wurde zu einem der wichtigsten technischen Standards der mechanischen Armbanduhr.
KomplikationDer Chronograph ermöglicht die Messung beziehungsweise Anzeige einer zusätzlich gestoppten Zeitspanne.
Funktionsweise: Ein separater Mechanismus startet, stoppt und nullstellt die Zeitmessung, während die normale Uhrzeit weiterläuft.
Chronographen wurden für wissenschaftliche, technische und später sportliche Anwendungen bedeutend.
BedienungEine Krone überträgt Drehbewegung auf das Aufzugssystem.
Funktionsweise: Aufziehen und Zeiteinstellung erfolgen über die Krone.
Heute Standard vieler mechanischer Uhren.