Erste Quarzuhr
⌖ Bell Laboratories, USA
Warren Marrison und J. W. Horton entwickelten eine der ersten Quarzuhren.
DIESE EPOCHE
Armbanduhren, Quarz, elektronische Zeitmessung und moderne mechanische Uhrmacherei.
CHRONOLOGIE
Bewege dich durch die Geschichte und entdecke die Ereignisse dieser Epoche.
⌖ Bell Laboratories, USA
Warren Marrison und J. W. Horton entwickelten eine der ersten Quarzuhren.
⌖ Japan und Schweiz
Ende der 1960er Jahre kamen die ersten kommerziellen Quarzarmbanduhren auf den Markt.
⌖ USA
Die Pulsar war eine frühe kommerzielle Digitaluhr mit LED-Anzeige.
⌖ Schweiz, Japan und international
Der Aufstieg elektronischer und insbesondere digitaler Quarzuhren veränderte den internationalen Uhrenmarkt und setzte die traditionelle mechanische Uhrenindustrie stark unter Druck.
⌖ Weltweit
Satellitensysteme ermöglichten hochgenaue Zeitreferenzen für Navigation und Technik.
⌖ Weltweit
Optische Atomuhren gehören zu den präzisesten bekannten Zeitstandards.
ERFINDUNGEN
Erfinder: Warren Marrison und J. W. Horton
Ein Quarzoszillator dient als hochstabiles Regel- beziehungsweise Zeitnormal für eine elektronische Uhr.
Die Quarztechnik eröffnete einen völlig neuen Weg zur hochgenauen elektronischen Zeitmessung.
1960Erfinder: Max Hetzel
Eine elektrisch angeregte Stimmgabel dient als hochfrequentes Regelorgan für ein elektronisch unterstütztes Uhrwerk.
Die Stimmgabeltechnik stellte eine wichtige Übergangstechnologie zwischen klassischer Mechanik und Quarztechnik dar.
1969Erfinder: Seiko
Seikos Kaliber 6139 verband einen automatischen Aufzug mit Chronograph, Säulenrad und vertikaler Kupplung.
Es war ein wichtiger Meilenstein bei der Miniaturisierung und Serienfertigung moderner automatischer Chronographen.
1969Erfinder: Seiko
Ein Quarzkristall erzeugt eine sehr stabile elektrische Schwingung, die elektronisch gezählt und zur Regelung eines Schrittmotors genutzt wird.
Die Seiko Quartz Astron 35SQ wurde am 25. Dezember 1969 kommerziell eingeführt und löste eine weltweite Quarzrevolution aus.
1969Erfinder: Seiko
Der Schrittmotor wandelt die elektronisch erzeugten Impulse des Quarzsystems in die schrittweise Bewegung der Zeiger um.
Die Kombination aus Quarzresonator, Elektronik und Schrittmotor bildete die Grundlage der modernen analogen Quarzuhr.
1970er JahreErfinder: Verschiedene Hersteller, später besonders Citizen
Solarzellen wandeln Licht in elektrische Energie um, die eine wiederaufladbare Energiespeicherung und den Betrieb eines Quarzwerks ermöglicht.
Solartechnik reduzierte den Bedarf an regelmäßigem Batteriewechsel und wurde zu einer wichtigen nachhaltigen Antriebstechnik.
1970er/1990er JahreErfinder: George Daniels; später Omega
Die Co-Axial-Hemmung reduziert bestimmte Gleitbewegungen in der Hemmung und wurde von George Daniels entwickelt. Omega überführte das Prinzip später in die industrielle Serienfertigung.
Sie ist eine der bedeutendsten modernen mechanischen Hemmungsentwicklungen und ein Beispiel für die Verbindung unabhängiger Konstruktion mit industrieller Uhrmacherei.
1970er JahreElektronische Uhren zeigen die Zeit numerisch an und wurden durch LED- und später LCD-Technik verbreitet.
Die Digitaluhr veränderte die Wahrnehmung und Bedienung von Uhren grundlegend.
1973Erfinder: Seiko
Flüssigkristallanzeigen ermöglichten eine kontinuierliche digitale Darstellung von Stunden, Minuten und Sekunden bei sehr geringem Energiebedarf.
Seikos sechsstellige LCD-Quarzuhr von 1973 war ein wichtiger Schritt in der Geschichte digitaler Armbanduhren.
1983Erfinder: Swatch
Ein kostengünstiges, industriell gefertigtes Quarzuhrkonzept verband vereinfachte Konstruktion mit einem stark auf Design ausgerichteten Produkt.
Das Konzept trug wesentlich zur Neuausrichtung der Schweizer Uhrenindustrie bei.
1988Erfinder: Seiko
Bei einem kinetischen Quarzwerk erzeugt die Bewegung des Trägers elektrische Energie, die in einem Speicher gesammelt und für ein Quarzwerk verwendet wird.
Die Technik verband den Komfort des Quarzes mit einem mechanisch erzeugten Energiesystem ohne klassische Einwegbatterie.
1999Erfinder: Seiko
Spring Drive nutzt eine mechanische Zugfeder als Energiequelle und regelt die Abgabe dieser Energie elektronisch über einen Quarzoszillator und einen elektromagnetischen Regler.
Die Technik verbindet mechanische Energieübertragung mit elektronischer Regelung und erreicht eine für mechanische Systeme ungewöhnlich hohe Präzision.
2012Erfinder: Seiko
GPS-Solar-Uhren empfangen Zeitsignale von GPS-Satelliten und können ihre Zeit und Zeitzone automatisch korrigieren, während Solarenergie den Betrieb unterstützt.
Die Technik verbindet satellitengestützte Zeitreferenz mit autonomer Energieversorgung und erweitert die Armbanduhr zur globalen Präzisionsuhr.
TECHNOLOGIE
Elektrische Uhren verwenden elektrische Energie zur Erzeugung oder Aufrechterhaltung der Zeitbasis.
Funktionsweise: Elektrische Energie versorgt einen Schwinger oder einen elektromechanischen Mechanismus, der die Zeitmessung steuert.
Elektrische Uhrwerke bildeten einen wichtigen Übergang von rein mechanischen zu elektronischen Zeitmessern.
AutomatikEin bewegliches Gewicht nutzt die Bewegung des Trägers.
Funktionsweise: Der Rotor spannt über ein Räderwerk die Zugfeder.
Macht regelmäßiges Handaufziehen überflüssig.
GehäusetechnikDichtungen und verschraubte Bauteile begrenzen das Eindringen von Wasser.
Funktionsweise: Gehäusekonstruktion und Dichtflächen erzeugen eine druckfeste Barriere.
Grundlage moderner Sport- und Taucheruhren.
ElektronikEin Quarzkristall schwingt bei einer stabilen Eigenfrequenz.
Funktionsweise: Elektronik zählt die Schwingungen und erzeugt eine Zeitbasis.
Grundlage elektronischer Präzisionszeitmessung.
ElektronikQuarzuhren verwenden die sehr stabile Schwingung eines Quarzkristalls als Zeitreferenz.
Funktionsweise: Ein elektronischer Oszillator regt einen Quarzkristall an. Dessen definierte Schwingungsfrequenz wird elektronisch geteilt und zur Erzeugung von Zeitsignalen genutzt.
Die Quarztechnik revolutionierte die Uhrmacherei und ermöglichte sehr genaue, kompakte und vergleichsweise kostengünstige Uhren.
PräzisionszeitmessungAtomuhren nutzen die extrem stabile Frequenz atomarer Übergänge als Zeitreferenz.
Funktionsweise: Elektronik stabilisiert einen Oszillator auf eine definierte atomare Übergangsfrequenz. Dadurch entsteht eine außergewöhnlich genaue Zeitbasis.
Atomuhren bilden die Grundlage moderner hochpräziser Zeitstandards und der internationalen Zeitmessung.
ElektronikEine elektrisch angeregte Stimmgabel dient als stabiler Taktgeber.
Funktionsweise: Elektromagnetische Impulse halten die Schwingung aufrecht.
Wichtiger Vorläufer der Quarztechnik.
ElektronikStimmgabeluhrwerke nutzen einen elektrisch angeregten Schwingkörper als hochfrequente Zeitbasis.
Funktionsweise: Eine elektrisch angeregte Stimmgabel schwingt mit einer definierten Frequenz. Elektronische Schaltungen wandeln diese Schwingung in die für die Zeitanzeige benötigten Impulse um.
Stimmgabeluhren waren ein wichtiger Entwicklungsschritt zwischen klassischen mechanischen und späteren Quarzwerken.
ZeitübertragungFunkuhren synchronisieren ihre Zeitanzeige mit einem extern ausgestrahlten Zeitnormal.
Funktionsweise: Ein Funkempfänger nimmt ein kodiertes Zeitsignal auf. Die Elektronik wertet es aus und korrigiert die interne Uhr.
Funkuhren ermöglichen eine automatische Synchronisation mit hochgenauen Zeitstandards.
ChronographEine Kupplung verbindet und trennt den Chronographenmechanismus vom laufenden Uhrwerk.
Funktionsweise: Schaltmechanismen steuern Start, Stopp und Rückstellung.
Kerntechnik mechanischer Chronographen.
ElektronikElektrische Impulse erzeugen definierte Drehschritte.
Funktionsweise: Der Motor bewegt den Zeiger in kleinen Schritten.
Verbindet Quarzelektronik mit analoger Anzeige.
EnergieLicht wird in elektrische Energie umgewandelt.
Funktionsweise: Eine Solarzelle lädt einen Energiespeicher.
Ermöglicht lange Betriebszeiten ohne Batteriewechsel.
HybridtechnikDie Bewegung eines Rotors erzeugt elektrische Energie.
Funktionsweise: Ein Generator lädt einen Energiespeicher.
Kombiniert mechanische Bewegung mit Quarzregelung.
SynchronisationSatellitensignale enthalten präzise Zeitinformationen.
Funktionsweise: Ein Empfänger bestimmt daraus eine hochgenaue Zeitreferenz.
Globale Zeit- und Positionsbestimmung.
PräzisionszeitOptische Übergänge werden als extrem stabile Frequenzreferenz genutzt.
Funktionsweise: Laser und atomare Übergänge ermöglichen außergewöhnliche Genauigkeit.
Spitzentechnologie moderner Zeitstandards.